Integration von Kindern mit Behinderungen



a) Gesetzesgrundlage und Aufnahmekriterien
Kinder mit Behinderung und solche, die von einer Behinderung bedroht sind, sollen in Kindertagesstätten nach Möglichkeit gemeinsam mit Kindern ohne Behinderung betreut und gefördert werden, um ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Das pädagogische Personal hat die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung und von Kindern mit drohender Behinderung bei seiner pädagogischen Arbeit zu berücksichtigen (§1Art. 11 des BayKiBiG). Derzeit können in unserer Einrichtung aufgrund der Gruppenstärken und er Qualifikation des Fachpersonals Kinder mit körperlichen Behinderungen und so genannte Risikokinder aufgenommen werden. Unter den Begriff Risikokinder fallen Kinder, die mit einem deutlichen Entwicklungsrisiko aufwachsen und häufig durch Verhaltensprobleme bzw. Entwicklungsrückständen auffallen.


b) Leitbild
Unser Ziel ist es, das Kind bei der Entfaltung seiner Persönlichkeit zu begleiten und zu unterstützen. Durch einen respektvollen Umgang miteinander, gegenseitiger Wertschätzung und Achtung gegenüber der eigenen Person, gegenüber Mitmenschen und gegenüber der Schöpfung soll sich der junge Mensch mit all seinen Stärken und Fähigkeiten, aber auch Schwächen und Beeinträchtigungen kennen lernen und annehmen. Kinder mit Behinderungen wollen wir die Möglichkeit geben in der Gemeinschaft mit anderen, nicht behinderten Kindern aufzuwachsen, zu lernen und sich entsprechen ihrer Begabungen und Neigungen zu entwickeln. Weiterhin wollen wir durch individuelle Förderung, Behinderungen und deren mögliche Folgen mildern und die Kinder darin stärken ihr Leben weitestgehend selbständig zu bewältigen.


c) Förderplan
Grundsätzlich unterscheidet sich die Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern mit Behinderungen oder Risikokinder nicht von dem der anderen Kindern. Um aber dem Anspruch der Eingliederungshilfe gerecht zu werden bedarf es eines individuellen Förderplans, der zusammen im Gruppenteam, mit den Eltern um mit den entsprechenden Fachdiensten erstellt wird. Dabei werden Ziele festgesetzt und Entwicklungsschritte in Form von Beobachtungsberichten festgehalten. Ein regelmäßiger Austausch über Beobachtungen und medizinische/therapeutische Befunde ist genauso wichtig, wie das gemeinsame Erarbeiten von Lerninhalten und Fördermaßnahmen, wobei diese nicht isoliert stattfinden, sondern im Alltag des Kindes und in einer natürlichen Lernsituation mit eingebaut werden sollen. Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung des Kindes ist die soziale Integration. Jedes Kind wird in der Gruppe respektvoll als Persönlichkeit mit Stärken und Schwächen aufgenommen. Der Alltag in der Gemeinschaft wird so gestaltet, dass Kinder mit Behinderung und Kinder ohne Behinderung miteinander in Kontakt treten und Beziehungen aufbauen können. Die pädagogischen Angebote richten sich nach den Interessen und Bedürfnissen der Kinder und werden gemeinsam mit der Gruppe so gestaltet, dass sich jeder auf seine Art und Weise einbringen kann. Kinder ohne Behinderung sollen erfahren, dass die Menschen nicht gleich aber gleichwertig sind, sie sollen ein Grundverständnis für Menschen mit Behinderungen entwickeln und lernen mit Behinderungen angemessen umzugehen. Kinder mit Behinderung sollen ihre Behinderung annehmen und lernen trotz ihrer Beeinträchtigung selbständig zu werden. Weiterhin sollen sie Fertigkeiten und Möglichkeiten entwickeln durch die sie ihre Behinderung ausgleichen können. Gemeinsam wir erarbeitet mit unangemessenen Verhalten anderer und Diskriminierung umzugehen.

 

 

 

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